Kino – Ein Erlebnis.

Ich war gestern mal wieder im Kino. Dachte mir, warum nicht. Es kommt ein guter Film, ich hab Lust auf Popcorn und es ist Kinotag und das heißt: weniger Knete zahlen. Juhu. Karten habe ich online reserviert, daher ging ich auch recht entspannt in den Film (Sherlock Homes 2).
Doch je länger ich in dem Sitz saß, meine Cola schlürfte und den drei Mädels dabei zusah, wie sie fast zehn Minuten lang auf ihren Plätzen herum gewurschtelt sind, bis sie eine akzeptable Sitzposition gefunden haben, kam mir so der Gedanke, warum ich überhaupt noch ins Kino gehe.
Erst gestern las ich noch einen Bericht, dass immer mehr Menschen das Kino meiden, trotz neuer 3D Technik und „verbesserter“ Leinwandqualität.

Ich gehe auch nur noch in ausgewählte Filme, bei denen ich das Gefühl habe, dass sich der Kinobesuch lohnen könnte. Andernfalls spielen bei mir mehrere Faktoren eine Rolle, weswegen ich lieber zuhause schaue:

1. Der Preis
Gehen wir mal davon aus, es ist Freitagabend, mein Mann und ich haben Lust auf gute Unterhaltung und wir beschließen ins Kino zu gehen.
Die Tickets: 8,50 EUR/Person (mit 3D kommt noch ein Aufschlag von ca 3,- EUR dazu).
Popcorn und Cola: 7,- EUR/Person
Parkhaus 2,- EUR/Person

-> macht im Gesamten 17,50 EUR/Person (oder 20,50 EUR mit 3D)

Im Vergleich: Zuhause habe ich einen schönen großen Fernseher, ein super Sound-System, selbstgemachtes Popcorn und einen Film aus der Videothek. Damit komme ich etwa hochgerechnet auf 2 EUR/Person.

Aber gut. Sagen wir mal, ich will den Flair vom Kino erleben. Dann wären wir bei Punkt 2.

2. Die Sitze
Ich finde die Sitzreihen einfach zu niedrig. Seltsamerweise habe ich immer das Pech, dass vor mir jemand sitzt, der entweder 1,85 m ist oder so stocksteif im Sessel klebt, dass ich meinen Kopf ständig nach links oder rechts drehen muss. Wenn ich ins Kino gehe, und den Vorteil einer großen Leinwand genießen will, dann möchte ich auch gute Sicht haben. (Fairer halber: Gestern hatte ich ausnahmsweise mal das Glück, denn die die 4. Freundin, die vor mir gesessen hätte, ist nicht aufgetaucht. Aber das war seit langem(!) mal wieder der Fall)

Ok … Dann hat man mal gute Sicht auf die Leinwand, hat man das Pech der Mitmenschen. Wodurch wir bei Punkt 3 wären:

3. Die Leute
Mag sein, ich bin da etwas empfindlich. Aber ich empfinde es eben als störend, wenn sich der Vordermann (oder Nebensitzer) ständig vor und zurückbeugt, sich zu den Freunden rüber beugt, über den Film diskutiert (während er läuft!) oder gar mit dem Handy neben einem herum spielt. Ich weiß, ich könnte mich jetzt beschweren und die Dame oder den Herrn bitten, etwas ruhiger zu sein, aber meist bekommt man eine pampige Antwort und es ändert sich ja doch nichts (habe ich schon öfters erlebt, da gibt man irgendwann auf).

Ich ging immer gerne ins Kino. Wie gesagt, der Flair ist sicher anders, als daheim vor dem Fernseher. Aber auch dort wird die Technik immer besser, die Fernseher immer größer und nach wie vor entscheidet bei mir nicht nur der Preis, sondern auch das Drumherum, ob es sich für mich lohnt, ins Kino zu gehen, oder nicht.
Ich merke deutlich, wie ich immer weniger zum Kinogänger werde und das ist wirklich schade.
Denn … abgesehen vom Preis gab es doch auch früher schon niedrige Reihen, zeitweise lätschiges Popcorn und nervige Nebensitzer. Aber irgendwie kommt mir das in den letzten Jahren alles extremer vor. Ich schätze einfach, meine Heim-Technik überzeugt mich immer mehr und mehr.

Wie geht es euch damit? Ist für euch noch Kino ein Erlebnis? Oder geht ihr auch nur noch in bestimmte Filme, bei denen sich der Sound und die Leinwand lohnen?

    Isch habe Rücken

    Da hält man sich eine Woche lang brav an die neuen Vorsätze, stellt seine Ernährung um, macht 3x Sport und wacht dann Freitag Nacht auf, mit höllischen Rückenschmerzen und fragt sich: Was zur Hölle hab ich falsch gemacht? Die Rückenschmerzen lassen sich wie folgt beschreiben:
    Stellt euch vor, ihr seid im Sportunterricht. Euer Lehrer brüllt:” DEHNEN!” Ihr schreit: GEHT NICHT MEHR!” und er: DOCH! ES MUSS WEH TUN!”

    Naja … so grob also. Als ob ihr euch dehnt und dehnt und dehnt und der ziehende Schmerz lässt nicht nach.
    Einziger Lichtblick am so schmerzhaften Wochenende: Mein Kirschkernkissen. Hach. Ich liebe es.

    So, in diesem Sinne geh ich mal ne Runde laufen, denn das scheint das einzige zu sein, was mir gut tut. Liegen und Sitzen scheidet da sowas von aus.

      Vorsätze? Ähm …

      Ich habe die letzten Tage damit verbracht zu essen und zu trinken, zu trinken und zu essen und noch mehr zu essen.
      Ich wiege jetzt (Oh Gott, geb ich das wirklich zu?) 66 Kg bei einer Größe von 1.69,5 (ja, die ,5 sind wichtig!). Und bevor das große Geschreie losgeht: Jaaa, das ist nicht dick. Aber ich fühle mich mit 60 Kilos eben wohler, als mit 66. Punkt.

      Aber ich will die überschüssigen Pfunde nicht alleine auf die letzten Feiertage schieben (oder vielleicht doch?). Ich war das letzte halbe Jahr faul. Wo mich anfang des Jahres noch die perfekte Figur zu meinem perfekten Hochzeitskleid motiviert hat, so war es das restliche halbe jahr: Nichts.

      Und die Faulheit bleibt eben nicht unbestraft. Der Teufel kackt immer auf den gleichen Haufen und so verhält es sich auch mit dem Dicker werden. Hat man einmal den Anschluss ans Fitnesstudio verpasst, geht man nicht mehr und schon landet man in dem Trott des Essens und des Nichts tuns und man kann zuschauen, wie folgende Punkte es einem immer mehr verdeutlichen, dass man nicht mehr so einfach in Größe 38 passt:

      Man hat eindeutig zugenommen, wenn …

      … sich die Jeans auch noch nach Tagen nach dem Waschen zu eng anfühlt
      … man sich auf den Boden legen muss, um den Knopf zu zubekommen
      … der Knopf gut versteckt unter dem Gürtel geöffnet wird
      … die Waden nicht mehr in die schicken Stiefel passen
      … man ein leichtes Doppelkinn hat, ohne nach unten zu schauen
      … der Ehemann sich im eigenen Fitnessstudio anmelden will, nur damit man selbst auch wieder hin geht

      In diesem Sinne, ein klassischer Klischee-Vorsatz: Ich will abnehmen und muss dazu Sport machen. Aber wie das mit den Vorsätzen so ist, die sind spätestens im März vergessen. Wenn sie überhaupt so lange halten.

        Meine Reise – Ein Bericht.

        Am Montag trat ich eine Reise an. Mit der S-Bahn. Da ich erst einmal in meinem Leben mit der S-Bahn gefahren bin, waren einige Vorbereitungen, sowie eine detaillierte Dokumentation nötig.

        Sehr vertrauenserweckend wirkte es auf mich, als ich an der Haltestelle miterleben musste, wie die Schienen entfernt werden.

        Nachdem das Problem mit dem Einstieg (Hebel oder Knopf?) elegant durch einen aussteigenden Passanten gelöst wurde, saß ich fast alleine in der Bahn.

        Beim Ausstieg war ich so nervös, dass ich nicht mal mehr die Kamera richtig halten konnte.

        Nachdem ich mit meiner Freundin Frau J einen sehr feuchtfröhlichen Abend verbracht hatte, ging es wieder an die Heimreise. Selbstverständlich war ein ausreichender Reiseproviant von Nöten. Da kam mir ein herrenloser Milchshake gerade recht.

        Am Ende musste ich mein Erfolgserlebnis noch für die Nachwelt dokumentieren. Nicht, dass mir nachher einer nachsagt, ich wäre diese Reise nicht angetreten. Und da es in der S-Bahn so gestunken hat, als ob jemand den Waggon mit einer öffentlichen Damen-Toilette verwechselt hätte, ist auch dieses Bild nur mäßig geworden.

        Nach einem 10-minütigen kurzen Orientierungsverlust am Bahnhof, kam ich endlich erleichtert an der Oberfläche an. Dort wartete auch bereits mein Taxi auf mich.

        Mein Fahrer hatte die Vermisstenmeldung schon per Mail in sein iPhone eingetippt und sein Finger schwebte zitternd über dem Sendeknopf. Gott sei Dank habe ich es vorher noch rechtzeitig geschafft.
        Nicht auszudenken, wenn die Polizei vor meiner Türe gestanden hätte. Nachher hätten sie noch bemerkt, dass mein TÜV abgelaufen ist.

        So ging auf jeden Fall ein erfolgreicher S-Bahn Tag zu Ende.
        Fazit des Abends: Bahnfahren macht Spaß. Sofern man sich ausreichend vorbereitet und nicht gerade in einer Toilette nach Hause fahren muss.

          « Older Entries