Archive for August, 2009

Sommerloch gestopft?


26 Aug

Meine Stimmung ist momentan zu gut, als dass ich die wenig Resornance von Chaos of the psyche betrauern würde. Dennoch gestehe ich, dass es mich schon etwas wundert, wo all die Leser hin sind, die anfangs jedes Kapitel verfolgt, und mich mit ihren tollen Reviews “beglückt” haben. Als “Autor” fragt man sich da natürlich sofort, wann es anfing, den Leser evtl. nicht mehr zu interessieren, ob man plötzlich einen anderen Weg eingeschlagen hat oder die Ereignisse, die nacheinander folgen, einem nicht mehr ansprechen.
Die Ferienzeit oder das “Sommerloch” dessen Ausdruck man sich in dieser Situation gerne mal bedient, trifft ja eigentlich nur noch auf BW und Bayern zu. Liegen all meine Leser in dieser Ecke? Ich mache sicherlich keinem einen Vorwurf, denn jedem ist es natürlich freigestellt zu reviewen oder zu mailen, denn noch sehe ich die Klickzahlen, die jedes Mal nach einem neuen Kapitel beträchtlich nach oben gehen. Das baut auf jeden Fall noch etwas auf. Glaub ich. Hm.

Liebe Leser, wo liegt der Hase im Pfeffer begraben? Ich weiß es wirklich nicht. Aber nichts desto trotz schreibe ich kräftig weiter und auch die letzten Tage kam ein Kapitel online, welches mir sehr am Herzen gelegen hat und mir wahnsinnig viel Spaß beim Schreiben gemacht hat. Der Joker stand dieses Mal im Mittelpunkt des Geschehens und auch Sheila wurde mal wieder Zeuge von Intrigen und Tricks, die kein Magier besser hinbekommen könnte. Ich weiß natürlich über seine Trickkiste bescheid. Ich kenne den Inhalt, aber unsere liebe Sheila nicht und auch die Leser nicht. Daher hoffe ich, dass neue Fragen aufkommen werden. Aber keine Sorge, alles löst sich irgenwann auf ;)

Wie gesagt, ich bin momentan bester Laune, mein neues Auto kann ich morgen abholen, das Wetter ist recht angenehm und auch das Schreiben läuft zurzeit wie von selbst. Die Kapitel fließen nur so vor sich hin und trotzdem ist irgendwie noch kein Ende in Sicht. Ich habe zwar mal ein wenig gesplittet und eine ungefähre Linie definiert, aber nach und nach stelle ich immer wieder fest, dass das nicht möglich ist. Da fällt einem das noch ein und jenes, oder muss das wieder rausstreichen oder versetzt es in ein späteres Kapitel, um den Effekt dabei noch zu vergrößern.

Daher … keine Ahnung wie lange meine FF noch gehen wird, aber solange ich noch Spaß am Schreiben habe, ist ja alles ok. Und ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich vielleicht ein paar ehemalige Stammleser wieder dazu gesellen werden. Und wenn nicht, dann habe ich noch immer die Erfahrung. Und das ist ja auch schon ein ganzes Stück wert.

Wertvorstellung


13 Aug

Ich sitze gerade vor meiner Regalwand, sortiere meine Bücher durch. Dabei fallen mir Bücher wie Der Graf von Monte Christo, Das Parfüm, aber auch Harry Potter und The Orient Express in die Hände. Durchgemixt, von Deutsch und Englisch, ohne bestimmte Richtung. Welche Bücher kann ich aus dem Regal verbannen? Platz machen für neue Schätze. Welche habe ich noch nicht gelesen, oder möchte ich noch lesen?

Fragen schwirren mir durch den Kopf. Dann beschließe ich, alles so zu lassen und unsinnigerweise ein neues Regal zu besorgen, obwohl die meisten sowieso in die Wohnung von meinem Freund und mir wandern, jetzt da wir neuen Platz geschaffen haben. Aber ich kann es einfach nicht ertragen, wenn Bücher auf dem Boden liegen, nur weil ich dafür keinen Platz mehr besitze.
Und dabei kam mir dann der Gedanke:

Wie viel Bücher hat man und wie sehr schätzt man diese auch?

Bücher hatten früher noch Wert, waren etwas Besonderes. Ich weiß noch genau, wie ich in der Schule auf eine gebundene Ausgabe gespart habe und es für mich ziemlich viel Geld war, das ich dem lieben Mann auf den Tisch gelegt habe. Danach hab ich mir dann gebunden Bücher zum Geburtstag schenken lassen, wenn überhaupt.

Heute ist das anders. Da verdiene ich, da kann ich mir locker gebundene Ausgaben leisten. Das mache ich aber auch nur, wenn ich den Autor kenne. Ich habe schon zu oft einen Fehlgriff gemacht und habe mich dann schlussendlich geärgert, wenn das erhoffte Lesevergnügen nicht eingetreten ist. Trotzdem schätze ich meine Bücher; gerade mit Einband. Und mir tut es in der Seele weh, wenn ich eins meiner Lieblinge auf den Boden legen muss, Flecken bekommt oder die lehrerbeliebten Eselsohren erhält.

Wie ich schlussendlich darauf komme?

Ich habe ein Buch im Regal entdeckt, dass mir kurzzeitigen einen Schock verpasst hat. Der Einband war eingerissen, die Seiten fleckig und beschädigt und das Lesezeichen, das schön von mir selbst gebastelte, dass ich darin vergessen hatte, besaß einen Knick. Und dann fiel es mir wieder ein: Ich hatte das Buch einer Bekannten ausgeliehen, blöderweise mit Einband. Das mache ich eigentlich nie! An diesem Tag habe ich jedoch irgendwie nichts gedacht, als ich ihr den 3. Harry Potter Band ausgeliehen habe. Sie hat es ihrer Tochter vorgelesen. Einer 7-jährigen. Und das Resultat war dann nach etwa 5 Monaten ein misshandeltes Buch. Vor allem, wenn dann noch im Einband herum gemalt wurde. Es ist zu schade darum, und ich habe meine Lektion gelernt (schon alleine, der besagten Person KEINE Bücher mehr auszuleihen). Diese Misshandlung hat mich geärgert, fast schon weh getan.

Bei Sachbüchern oder Schulbüchern ist das natürlich etwas anderes. Auch Biografien, die ich gelesen habe, kommen zum Teil unter den Pinsel. Aber mit diesen Büchern arbeite ich ja auch. Da ist herum kitzeln sogar erwünscht. „Wenn darin nicht gekritzelt wird, sieht es nicht aus, als ob damit gearbeitet wird.“ Das hat damals mein Lehrer in der Berufsschule zumindest immer gesagt.

Und dabei wurde mir wieder einmal bewusst, wie viel Wert so ein Buch für mich hat. Ich liebe sie. Ganz ehrlich. Und ich bin vielleicht auch etwas Buchkaufsüchtig – das gebe ich zu. Daher fällt es mir auch so schwer meinen Bibliotheksausweis zu verwenden. Denn ich möchte die Bücher, die ich lese, besitzen.

Bücher sind etwas Schönes und man sollte damit gut umgehen. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich ein Buch aus dem Regal nehme, das ich schone eine Weile nicht mehr gelesen habe und es immer noch wie neu aussieht. Ich leihe Fremden ungern aus, ich hasse Bücher auf dem Boden und liebe den Flair von wertvollem Besitz, trotz der enormen Menge auf dem Markt. Das gibt dem Lesevergnügen einen ganz neuen Kick.

Am Ende stelle ich das Buch wieder zu den anderen zurück, schaue auf meine prall gefüllte Regalwand, seufzte und entschließe mich dann doch noch, alle mitzunehmen.

Trennungsschmerz ist sowieso ein ekliger Schmerz.

Heute hat Geburtstag: Afred Joseph Hitchcock, brit. Film-Regisseur, Produzent u. Drehbuchautor

Buchmesse


13 Aug

Für die, die es noch nicht wissen:

Die Frankfurtert Buchmesse 2009 findet vom 14. bis 18. Oktober statt. Ehrengast wird China sein.

Ich schätze, ich werde es dieses Jahr endlich schaffen, dort mal vorbei zu schauen. Frankfurt ist ja nicht weit weg.

Kuriose Dinge gibt es …


10 Aug

Heute bin ich auf etwas ziemlich interessantes, und auch lustiges gestoßen:

1. Die kleinsten Bibliotheken der Welt!

Eine davon befindet sich in einer britischen Telefonzelle, deren Charme alleine schon dazu beiträgt, das Ganze als besonders zu empfinden. In dieser Telefonzelle (etwa 2 ccm) stehen ca 334 Bücher, verschiedenster Sparten. Man geht einfach hin, nimmt sich ein Buch, liest es und wenn es ausgelesen ist, bringt man es wieder zurück. Zur Sicherheit wird die kleine Bibliothek gegen 18:00 Uhr „geschlossen“, damit nicht Unfug damit betrieben wird. Man bedenke, wie manche Telefonzellen bei uns aussehen …

Auch in Erbsen, in Niedersachen steht die wohl „kleinste Bibliothek der Welt“. Diese beherbergt etwa 200 Bücher, hauptsächlich Kinderbücher. Man kann Bücher tauschen, ausleihen und selbst welche hinzufügen. Bei den Kindern muss das ziemlich gut ankommen.

Die Idee dahinter finde ich wirklich klasse.

2. bookcrossing

Des weiteren gibt es „bookcrossing“, eine Art Freilassung für Bücher. Man kann sich bei www.bookcrossing.com eintragen und sein Buch mit einer BCID (BookCrossingIDnumber) versehren lassen. Nun schickt man das Buch auf Reisen. Man lässt es irgendwo liegen (Bus, Kneipe, etc) und kann sich dann als Finder im Internet darüber informieren, wo das Buch überall bereits schon gelandet ist und wer es „freigelassen“ hat. Man kann dann als Finder selbst einen Eintrag verfassen und wenn man es ausgelesen hat, wieder freilassen. So kommt ein Buch ganz schön rum.

Ich persönlich finde das ebenfalls eine nette Idee. Ist mal was anderes und ich würde sagen, das nenn ich mal eine „weltweite“ Bibliothek.

Wer sich gerne mal so eine Bibliothek in einer Telefonzelle anschauen möchte, gibt einfach bei google “Bibliothek Telefonzelle” ein und schon kommen einige Bilder dazu ;)

Buchstabenwelt

Meine kreative Welt des Schreibens